Melonen – Die ultimativen Vitaminbomben

Melonen – Die ultimativen Vitaminbomben

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Melonen haben ihren Namen aus dem Griechischen und er bedeutet soviel wie großer Apfel. Jedoch sind Melonen kein Obst, korrekt heißt es nämlich: Melonen sind eine Pflanzenart, die als Obst genutzt wird. Diese Formulierung macht auf den ersten Blick stutzig, da man Melonen bei uns ganz klar in die Kategorie Obst steckt.

Die Honigmelone (auch gelbe Kanarische, Amarillo oder Tendral Amarillo) gehört zur Gattung der Zuckermelonen, ebenso die Netzmelone und die Cantaloupe-Melone.
Sie sind eine Art aus der Gattung der Gurken und haben somit viel weniger mit Wassermelonen gemein als mit Gurken.
Zur Gattung Gurke zu gehören, heißt aber in der Sprache der Botanik noch lange nicht, dass damit alles klar ist, denn Zuckermelonen gehören zur Familie der Kürbisgewächse. Diese doch bunt gemischte Verwandtschaft lässt es dann auch zu, dass man diese Melone als Dessertmelonen züchten kann oder ebenso als Gurken ähnliches Gemüse.
Da wir uns im Sommer aber nicht gerne auf eine kühle Gurke zur Erfrischung stürzen, bleiben wir erst einmal bei den süßen Dessertmelonen.

Die Honigmelone

Die gold-gelbe Farbe der Honigmelone ist einzigartig und damit nicht mit anderen Melonen verwechselbar. Abgesehen von ihrer knallgelben Farbe, hat die Honigmelone noch weitere wunderbare Eigenschaften die sie ganz besonders machen.
Die Honigmelone hat durch einen besonders hohen Wasseranteil, der bis zu 85% ausmachen kann, sehr wenig Kalorien (50kcal/100g) und schmeckt besonders saftig. Stellt man die Honigmelone vor dem Verzeht in den Kühlschrank, hat man im Sommer einen erfrischenden Durstlöscher, der auch noch sehr gesund ist.

Obwohl Honigmelonen einen recht hohen Fructose Anteil haben ( bis 10%) sind sie sehr gesund da sie viel Vitamin A, B1 und B2 enthalten. Zusätzlich enthält die gelbe Honigmelone auch noch die Mineralstoffe Calcium, Kalium, Eisen, Natrium, Magnesium und Phosphor.
Die Melone enthält aber auch noch Provitamin A, welches vom Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Mit ca. 150 Gramm Honigmelone kann man so schon seinen gesamten Vitamin A Bedarf am Tag decken. Schon wenige Minuten nach dem Verzehr werden die sog. Karotene der Melone in Vitamin A umgewandelt, welche dann mit dem Blut zu Zähnen, Knochen, Augen, Haut, Nägeln und Haaren gelangt und dort für eine wahre Verjüngungskur sorgt.
Die selbe Menge Melone deckt die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C, welches wichtig für das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden ist.

Honigmelonensorbet

  • Eine Honigmelone
  • Zucker
  • Wasser / Fruchtsaft
  • Minze und / oder Zitrone

Rezept mit Honigmelonen gibt es viele, eine Möglichkeit ist, die Honigmelone mit leckerem Parmaschinken zu bedecken oder einfach in einen Obstsalat mit verschiedene anderen Obstsorten schneiden.
Vor dem Verzehr muss man die Honigmelone aber noch von den Kernen trennen. Dies macht man am besten indem man die Melone halbiert oder viertelt und dann mit einem Löffel das viel weichere Material, in dem die Kerne stecken, herausschabt.
Hat man die Geduld und schneidet die Melone im Anschluss noch in viele kleine Stückchen und ebenso einen kräftigen Mixer oder Pürierstab parat, kann man mit einem präzisen Druck auf den Mixerknopf ein leckeres Melonensorbet zaubern.
Für das Melonen Sorbet braucht es 1 Melone, eine Tasse Wasser oder Fruchtsaft, eine halbe Tasse Zucker und wer mag ein bisschen Minze oder Zitrone (beides geht auch) zum abschmecken.
Diese ganzen Zutaten steckt man nach dem Mixen für 3-4 Stunden ins Kühlfach, sollte man keine Eismaschine besitzen. Hierbei ist es jedoch wichtig jede halbe Stunde die Sorbetmasse aus dem Kühlfach zu nehmen und gut mit einem Löffel umzurühren. Dies verhindert die Eisklumpenbildung im Sorbet, ansonsten hat man am Ende einen gefrorenen Klumpen Wassereis mit Fruchtfleisch.

Die Wassermelone

Die Wassermelone ist in warmen Regionen heimisch und gehört ebenfalls zur Familie der Kürbisgewächse. Ihre Frucht ist eine 20 bis 60 cm lange Panzerbeere.
Die Mehrheit der Wassermelonen besitzen rotes Fruchtfleisch, jedoch gibt es auch Sorten mit grünem, orangem, gelbem und weißem Fruchtfleisch.

Die Wassermelone hat im Gegensatz zur Honigmelone noch einmal weniger Kalorien, da sie einen viel höheren Wasseranteil besitzt als die Honigmelone. Die Wassermelone freut sich über bis zu 96% Wasseranteil und somit gerade einmal 24 kcal pro 100 Gramm Melone.
Ebenso sind wie bei der Honigmelone die Vitamine A und C reichlich vorhanden.
Neben diesen beiden Hauptvitaminen enthalten Wassermelonen noch viel Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor.
Die Wassermelone enthält zwar kein Sorbit dafür aber 2% Glucose, 3% Fructose und 2,5% Saccharose. Dies sind allesamt Zuckerstoffe die der Wassermelone ihren beliebte Süße geben jedoch nicht zu viel Zucker für Diabetiker enthalten, was sie ideal als Durstlöscher für Diabetiker (Wassermelone hat einen glykämischen Index von 72) im Sommer macht.

Wer seine Wassermelone nicht pur oder im Obstsalat genießen möchte hat noch die Option sie mit Zimt, Zucker oder Muskat zu verfeinern. Die Wassermelone eognet sich ebendalls als kreatives Mitbringsel für eine Party, nämlich als Wodka Melone.

Die Wodka Melone

  • Eine reife Wassermelone
  • Eine Flasche polnischen Wodka
  • Einen Trichter

Die Wodka Melone benötigt einiges an Vorbereitungszeit. Diese Zeit braucht sie nicht etwa weil es viel Arbeit machen, sondern weil die Melone den Wodka nur sehr langsam aufnimmt.
Zur Zubereitung braucht man eine sehr reife Wassermelone, da sich hier schon einige Hohlkammern gebildet haben und der Zuckeranteil besonders hoch ist. Ebenso einen guten Wodka, am besten polnischen sog. Frauen Wodka, da sich dieser durch besondere Milde auszeichnet.
Zu aller erst schneidet man ein Loch in die Melone und kann diese ein bisschen Aushöhlen oder mit dem Mixer ein weiches Loch formen. Im zweiten Schritt setzt man in dieses Loch einen Trichter und befüllt die Melone nach und nach mit dem Wodka.
Nur sehr langsam verschwindet der Wodka in der Melone, innerhalb ein oder zwei Tage sollte jedoch durch mehrmaliges Auffüllen des Trichters der gesamte Wodka in der Melone verschwunden sein. Wer nicht regelmäßig nachfüllen mag, kann die Wodkaflasche auch direkt ins Loch stecken und einfach einsickern lassen. Ganz ungeduldigen sei eine Spritze empfohlen, mit der die Melone an unterschiedlichen Stellen mit Wodka geimpft werden kann.

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